Zweite Halbzeit in Valencia

Die letzten Tage in Valencia vergingen wie im Flug. Wir wurden wiederganz gesund und bekamen vom angeblich wütenden Unwetter nichts mit. Inzwischen kannten wir uns schon recht gut aus, genossen den wiederkehrenden Sonnenschein, die Vorzüge unseres Patios, die Nähe zum Meer mit den vielen kleinkindgerechten Spielplätzen und beinahe täglich die Köstlichkeiten der Pastelería de los Angeles direkt gegenüber. Wir verspeisten täglich Meeresfrüchte, Iberische Salami oder Schinken, probierten außerdem das für Valencia typische Merengue-Eis, eine Art Sorbet auf Basis von Milch und Baiser, das mit Zitronenschale und Zimt aromatisiert wird, und ebenso das „Agua de Valencia“, welches mit Sekt, Wodka, Gin und Orangensaft zubereitet wird.

Zudem erhielten wir Heimatbesuch von meinen Schwiegeltern und einem befreundeten Paar. Die Mädchen freuten sich, Oma und Opa wieder zu sehen und genossen die Abwechslung sehr. Gemeinsam besuchten wir das Wissenschaftsmuseum, gingen Tapas und Paella essen sowie am Strand spazieren. Die Gegenwart der Großeltern ermöglichte meinem Mann und mir auch einen Ausflug in die Innenstadt sowie ein gediegenes Mittagessen zu zweit. Wir besahen uns zuerst den Mercado Central und das benachbarte eindrucksvolle Gebäude der Seidenbörse, suchten dann auch die Stierkampfarena und den Mercado Colón auf und erholten uns im Anschluss bei einer Mahlzeit mit Chardonnay, Muscheln, Tinten- und Thunfisch.

Einen wundervollen Ausflug unternahmen wir am letzten Wochenende nochmals zu Viert in den Bioparc Valencia. Auf einem enormen Areal von 100.000 qm findet sich dort ein Spiegelbild des afrikanischen Kontinents wieder. Vom Äquator bis zur Savanna, von Madagaskar bis in den Dschungel bietet der Park einen umfassenden Einblick in Fauna und Flora des Schwarzen Kontinents. Wir waren auf das Neue überwältigt von den Größen der Gehege und der peniblen Sauberkeit im gesamten Terrain. Obwohl die Tiere allesamt mannigfaltige Rückzugsgebiete aufsuchen konnten und geschützt vor den neugierigen Blicken der Besucher sein konnten, habe ich niemals zuvor so nah – und zwar tatsächlich nur durch eine Glasscheibe und wenige Zentimeter getrennt – beispielsweise Leoparden und Gorillas beobachten können.