1. Angenehmes Klima

Malawi kann das ganze Jahr über bereist werden. Die meisten Besucher bevorzugen jedoch die trockene Wintersaison von Mai bis Oktober, die durch angenehme Temperaturen (zumeist in den Zwanzigern) und wenig Regenfälle geprägt ist. Dadurch ist auch der Wasserstand in den Flüssen niedrig und die Tierbeobachtungsmöglichkeiten am besten, da die Tiere zu den verfügbaren Wasserstellen gehen müssen. Anders verhält es sich mit der Vogelbeobachtung, die am besten in der Zeit von November bis April stattfindet, wenn mehr Regenfälle zu verzeichnen sind. Das Land erscheint dann in einem üppigen Grün. Natürlich hängen die Temperaturen auch von der Höhenlage ab – so kann es im Nyika-Plateau mit bis zu 2500 m Höhe sehr frisch werden.

2. Friedlich und überschaubar

Malawi gilt als eines der sichersten Reiseländer Afrikas, weswegen Touristen sich gut im ganzen Land bewegen können. Hinzu kommt, dass alle wichtigen Attraktionen schnell erreichbar sind: von den großen Städten Lilongwe und Blantyre, jeweils mit internationalem Flughafen, erreicht man schnell den Malawisee, die Nationalparks und Schutzgebiete, und alle kulturellen Attraktionen im Landesinnern. Durch die überschaubaren Fahrzeiten und die vielen Möglichkeiten zur Entspannung rund um den Malawisee bietet eine Reise nach Malawi viel Abwechslung in kurzer Zeit, verbunden mit einem hohen Erholungswert.

3. Gastfreundschaft mit Herz

Selbst versierte Afrika-Kenner bestätigen immer wieder die Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen in Malawi, dem warmen Herzen Afrikas. Besucher fühlen sich auf Anhieb wohl und werden keine Probleme haben, mit der lokalen Bevölkerung spontan in Kontakt zu kommen. Die Menschen Malawis begegnen internationalen Besuchern mit großer Aufgeschlossenheit; umgekehrt ermöglicht diese warme, offene Atmosphäre auch den Besuchern, ihrer Neugier zu folgen und die facettenreiche Kultur des Landes zu entdecken, die oft an lebendig gehaltene Stammestraditionen anknüpft. Malawi ist ein ideales Land, um die ursprüngliche Kultur Afrikas unkompliziert und auf authentische Art zu erleben und eindrucksvolle Erinnerungen an unvergessliche Begegnungen mit nach Hause zu nehmen.

4. Der Malawisee

Kristallklares Wasser, Erholung pur und eine große Vielfalt an Wassersportmöglichkeiten machen den Malawisee zum Höhepunkt eines jeden Besuchs. Ob nun Tauchen, Schnorcheln, Bootsexkursionen, Kajakfahren oder Naturbeobachtung rund um den UNESCO-geschützten Nationalpark Malawisee, hier kommt jeder auf seine Kosten. Das Angebot an Unterkünften reicht vom Typ Selbstversorger und Rucksackreisende bis zu hochwertigen Boutique-Hotels mit verführerischen Luxus, die oft eine spektakuläre Lage inmitten unberührter Natur aufweisen. Besonders empfehlenswert: Aufenthalte weitab vom Alltag auf einer der kleinen Inseln im Malawisee. Hier bleibt die Zeit stehen und abseits vom täglichen Trubel kann man hier vollkommen entspannen oder auch seine Flitterwochen verbringen.

5. Afrikas neueste Big Five Destination

In den letzten Jahren hat Malawi erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Wildtierpopulationen in seinen Nationalparks und Schutzgebieten zu stärken, was dem Land viel internationale Beachtung und Anerkennung beschert hat. Weitab von Touristenmassen haben Besucher vielfältige Möglichkeiten, eine artenreiche Tierwelt und eine abwechslungsreiche Pflanzenwelt mit beeindruckenden Naturlandschaften zu erleben, darunter über 650 verschiedene Vogelarten. Ob nun die ungewöhnliche Hochland-Szenerie im Nyika Nationalpark oder die atemberaubende Schönheit des Liwonde Nationalparks, für jeden Naturliebhaber ist etwas dabei. Die Lodges spiegeln oftmals den Landescharakter wieder und unterstützen aktiv den Naturschutz und die lokalen Gemeinden.

6. Outdoor-Paradies

Aufgrund der abwechslungsreichen Landschaft ist Malawi einen wahrhaftiges Outdoor-Paradies. Auf den relativ gut geteerten Hauptstraßen mit wenig Verkehr kann man größere Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen, zum Beispiel entlang des Malawisees, oder aber mit mit Mountainbike ländliche Pfade erkunden. Spezialisierte Anbieter ermöglichen die gesamte Palette von Tagesausflügen bis zu mehrwöchige Touren. Wandertouren kann man im ganzen Land unternehmen; besonders interessant sind dabei das Nyika-Plateau im Norden, das Mulanje-Massiv und Zomba-Plateau im Süden, oder aber die Teeplantagen zwischen Blantyre und Mulanje. Reitausflüge bieten sich etwa im Hochland oder entlang der Küste des Malawisees an. Angeln und Bootsausflüge sind am Malawisee und auf Flüssen wie dem Bua River oder dem Shire River möglich. 

7. Reiches kulturelles Erbe

Kulturelle Stätten wie die unter UNESCO-Schutz stehenden Felsmalereien rund um den Berg Chongoni, das Missions-Museum in Livingstonia oder das See-Museum in Mangochi bieten interessante Einsichten. Daneben vermitteln die Museen in Blantyre Einblicke in die Kolonialzeit. Ausdruck einer lebendigen Kultur sind die landestypischen Tänze, die in ganz Malawi erlebt werden können. Touristen können im ganzen Land liebevoll gefertigtes Kunsthandwerk erstehen, darunter Holzschnitzereien, Rattan-Möbel oder Töpferware. Ein besonderer Ort hierfür ist das Kongoni Centre for Art and Culture, der Mua Mission zugehörig, dessen kunstvolle Arbeiten in die ganze Welt exportiert werden.

8. Authentische Naturerlebnisse

Neben den traditionellen Safaris mit den safaritypischen Fahrzeugen erfreuen sich die Varianten Walking Safari und Boots-Safari wachsender Beliebtheit und ermöglichen es, mit der Natur unmittelbar auf Tuchfühlung zu gehen. Aber auch jenseits der Nationalparks warten zahlreiche Naturerlebnisse auf den Besucher. So gilt der Malawisee mit rund 1000 Fischarten als der artenreichste See der Welt und ist das Zuhause von über 450 Buntbarsch-Arten, von denen die meisten endemisch sind. Im ganzen Land kann man auch kleinere Säugetiere beobachten, wie etwa Affen, darunter Paviane, oder beispielsweise Warzenschweine, Buschschweine oder Stachelschweine. Auch Waldreservate bieten gute Möglichkeiten zur Naturbeobachtung, darunter Dzalanyama Forest Reserve, Ntchisi Forest Reserve und Chongoni Forest Reserve in der Zentralregion; oder Waldreservate im Gebiet von Zomba und dem Mulanje Mountain im Süden.

9. Kulinarische Spezialitäten

Malawi hat für jeden Geschmack und für jedes Budget etwas zu bieten. Die besten Restaurants des Landes konzentrieren sich auf Lilongwe und Blantyre, während man auf dem Lande in besseren Hotels und guten Lodges ebenfalls exzellente Küche erwarten kann. Daneben kann man überall herzhaftes landestypisches Essen ausprobieren, wie z.b. Nsima, ein Maisbrei, der oft mit Fleisch und Gemüse serviert wird. Obwohl Malawi nicht am Meer liegt, wird durch den Malawisee die Küche von zahlreichen Fischgerichten geprägt, darunter Chambo (vergleichbar mit Brasse), Mpasa (wie Lachs) und Usipa (wie Sardinen).

10. Veranstaltungen

Das ganze Jahr über kann man Veranstaltung von großem kulturellen Interesse besuchen. Zum Jahresanfang findet das Chilimika Festival statt; Chilimika bedeutet Jahr in Chewa und heißt somit das neue Jahr willkommen. Es wird hauptsächlich vom Tonga-Stamm in der Nordregion Malawis zelebriert. Dabei tanzen vor allem die jüngeren Leute für die ältere Generation. Im August findet das der Mua Mission angeschlossen Kungoni Open Day Festival zu Ehren von Father Jean-Baptiste Champmartin statt, bei dem Trommler, Sänger und Tänzer aus den umgebenden Dörfern zusammenkommen. Weitere Highlights im Jahresverlauf sind das Lake of Stars Festival, das Ende September stets an einem Strand des Malawisees stattfindet oder das Blantyre Arts Festival, das jeweils im Oktober Malawis Kultur- und Kunstszene durch Ausstellungen und Workshops vermittelt. Das ebenfalls im Oktober stattfindende Likoma Festival auf der Insel Likoma ist eine Zelebration der Künste und der Kultur mit Beteiligung lokaler Künstler und Tänzer.  Neben dieser Auswahl prägen zahlreiche weitere Veranstaltungen und Feste einen abwechslungsreichen Jahreskalender. 

Wir bedanken uns bei Hendrik Wintjen für die Bereitstellung des Textes sowie bei Malawi Tourism für die Bereitstellung der Bilder.